Montag, 18. September 2023

24. Woche im Jahreskreis

Stundenbuch: 4. Woche Bd. Im Jahreskreis

38. Kalenderwoche

LAUDES

VO Gott, komm mir zu Hilfe.
RHerr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Dich Gott Vater,
ohne Ursprung und End',

Dich Sohn,
der liebend den Vater erkennt,

Dich Heiligen Geist,
der aus beiden entbrennt,

Dich Eine hohe Dreifaltigkeit:
preisen die Engel voll Seligkeit,
feiert auf Erden die Christenheit
jetzt und allezeit.
Amen.

Dich Gott Vater,
allgewaltig an Macht,

Dich Sohn,
der ewiges Heil uns gebracht,

Dich Heiligen Geist,
der die Herzen entfacht.

Dich Eine hohe Dreifaltigkeit:
preisen die Engel voll Seligkeit,
feiert auf Erden die Christenheit
jetzt und allezeit.
Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Schon am Morgen, o Herr, erfĂŒllt uns deine Huld.

Psalm 90 (89),1-17

Der ewige Gott und der vergÀngliche Mensch

Beim Herrn ist ein Tag wie tausend Jahre, und tausend Jahre sind wie ein Tag. (2 Petr 3,8)

1
Herr, du warst unsre Zuflucht *
von Geschlecht zu Geschlecht.

2
Ehe die Berge geboren wurden, die Erde entstand und das Weltall, *
bist du, o Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

3
Du lĂ€sst die Menschen zurĂŒckkehren zum Staub *
und sprichst: «Kommt wieder, ihr Menschen!»

4
Denn tausend Jahre sind fĂŒr dich wie der Tag, der gestern vergangen ist, *
wie eine Wache in der Nacht.

5
Von Jahr zu Jahr sÀst du die Menschen aus; *
sie gleichen dem sprossenden Gras.

6
Am Morgen grĂŒnt es und blĂŒht, *
am Abend wird es geschnitten und welkt.

7
Denn wir vergehen durch deinen Zorn, *
werden vernichtet durch deinen Grimm.

8
Du hast unsere SĂŒnden vor dich hingestellt, *
unsere geheime Schuld in das Licht deines Angesichts.

9
Denn all unsere Tage gehn hin unter deinem Zorn, *
wir beenden unsere Jahre wie einen Seufzer.

10


Unser Leben wÀhrt siebzig Jahre, *
und wenn es hoch kommt, sind es achtzig.

Das Beste daran ist nur MĂŒhsal und Beschwer, *
rasch geht es vorbei, wir fliegen dahin.

11
Wer kennt die Gewalt deines Zornes *
und fĂŒrchtet sich vor deinem Grimm?

12
Unsere Tage zu zÀhlen, lehre uns! *
Dann gewinnen wir ein weises Herz.

13
Herr, wende dich uns doch endlich zu! *
Hab Mitleid mit deinen Knechten!

14
SÀttige uns am Morgen mit deiner Huld! *
Dann wollen wir jubeln und uns freuen all unsre Tage.

15
Erfreue uns so viele Tage, wie du uns gebeugt hast, *
so viele Jahre, wie wir UnglĂŒck erlitten.

16
Zeig deinen Knechten deine Taten *
und ihren Kindern deine erhabene Macht!

17

Es komme ĂŒber uns die GĂŒte des Herrn, unsres Gottes! +
Lass das Werk unsrer HÀnde gedeihen, *
ja, lass gedeihen das Werk unsrer HĂ€nde!

Antiphon

Schon am Morgen, o Herr, erfĂŒllt uns deine Huld.

2. Antiphon

VerkĂŒndet Gottes Ruhm bis ans Ende der Erde.

Canticum Jes 42,10-16d

Hymnus auf Gott, den Sieger und Retter

Sie sangen ein neues Lied vor dem Thron. (Offb 14,3)

10


Singt dem Herrn ein neues Lied, *
verkĂŒndet seinen Ruhm bis ans Ende der Erde!

Es jauchze das Meer und alles, was es erfĂŒllt, *
die Inseln und ihre Bewohner.

11


Die WĂŒste und ihre StĂ€dte sollen sich freuen, *
die Dörfer, die Kedar bewohnt.

Die Bewohner von Sela sollen singen vor Freude *
und jubeln auf den Gipfeln der Berge.

12
Sie sollen die Herrlichkeit des Herrn verkĂŒnden, *
seinen Ruhm auf den Inseln verbreiten.

13


Der Herr zieht in den Kampf wie ein Held, *
er entfacht seine Leidenschaft wie ein Krieger.

Er erhebt den Schlachtruf und schreit, *
er zeigt sich als Held gegenĂŒber den Feinden.

14


"Ich hatte sehr lange geschwiegen, *
ich war still und hielt mich zurĂŒck.

Wie eine GebÀrende will ich nun schreien, *
ich schnaube und schnaufe.

15


Die Berge und HĂŒgel dörre ich aus *
und lasse ihr Gras völlig vertrocknen.

FlĂŒsse mache ich zu festem Boden, *
und Teiche lege ich trocken.

16a Blinde fĂŒhre ich auf Wegen, die sie nicht kennen, *
16b auf unbekannten Pfaden lasse ich sie wandern.

16c Die Finsternis vor ihren Augen mache ich zu Licht; *
16d was krumm ist, mache ich gerade."

Antiphon

VerkĂŒndet Gottes Ruhm bis ans Ende der Erde.

3. Antiphon

Lobet den Herrn im Hause des Herrn, singt und spielt seinem Namen.

Psalm 135 (134),1-12

Gottes Wirken in Schöpfung und Geschichte

Ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkĂŒndet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat. (Vgl. 1 Petr 2,9)

1
Lobet den Namen des Herrn, *
lobt ihn, ihr Knechte des Herrn,

2
die ihr steht im Hause des Herrn, *
in den Vorhöfen am Haus unsres Gottes.

3
Lobt den Herrn, denn der Herr ist gĂŒtig! *
Singt und spielt seinem Namen, denn er ist freundlich!

4
Der Herr hat sich Jakob erwÀhlt, *
Israel wurde sein Eigentum.

5
Ja, das weiß ich: Groß ist der Herr, *
unser Herr ist grĂ¶ĂŸer als alle Götter.

6
Alles, was dem Herrn gefÀllt, vollbringt er, *
im Himmel, auf der Erde, in den Meeren, in allen Tiefen.

7

Er fĂŒhrt Wolken herauf vom Ende der Erde, +
er lÀsst es blitzen und regnen, *
aus seinen Kammern holt er den Sturmwind hervor.

8
Er erschlug Ägyptens Erstgeburt, *
bei Menschen und beim Vieh.

9
Gegen dich, Ägypten, sandte er Zeichen und Wunder, *
gegen den Pharao und all seine Knechte.

10
Er schlug viele Völker nieder *
und tötete mÀchtige Könige:

11

Sihon, den König der Amoriter, +
Og, den König von Baschan, *
und alle Reiche Kanaans.

12
Ihr Land gab er Israel zum Erbe, *
zum Erbe Israel, seinem Volk.

Antiphon

Lobet den Herrn im Hause des Herrn, singt und spielt seinem Namen.

KURZLESUNG Jdt 8,25-27

25 Lasst uns dem Herrn, unserem Gott, danken, dass er uns ebenso prĂŒft wie schon unsere VĂ€ter.
26 Denkt daran, was er mit Abraham machte, wie er Isaak prĂŒfte und was Jakob im syrischen Mesopotamien erlebte, als er die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter, hĂŒtete.
27 Denn wie er diese MĂ€nner im Feuer gelĂ€utert hat, um ihr Herz zu prĂŒfen, so hat er auch mit uns kein Strafgericht vor, sondern der Herr zĂŒchtigt seine Freunde, um sie zur Einsicht zu fĂŒhren.

RESPONSORIUM

R Ihr Gerechten, jubelt dem Herrn. * Gott zu loben ziemt sich fĂŒr die Frommen. - R
V Greift in die Saiten, singt ihm ein neues Lied. * Gott zu loben ziemt sich fĂŒr die Frommen.
Ehre sei dem Vater. - R

Benedictus-Antiphon

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels. Er hat uns besucht und befreit.

Benedictus Lk 1,68-79

Der Messias und sein VorlÀufer

68
Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

69
er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.

70
So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

71
Er hat uns errettet vor unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;

72
er hat das Erbarmen mit den VÀtern an uns vollendet +
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
73 an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

74
er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, +
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
75 vor seinem Angesicht all unsre Tage.

76

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; +
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.

77
Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der SĂŒnden.

78
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

79




um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Benedictus-Antiphon

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels. Er hat uns besucht und befreit.

FÜRBITTEN

Gepriesen sei unser Herr Jesus Christus, denn er rettet alle, die auf ihn vertrauen. Zu ihm lasst uns beten:

R Herr, wir hoffen auf dich.

Du bist reich an Erbarmen;
- wir sagen dir Dank fĂŒr deine Liebe.

Du schenkst uns allezeit deine Gnade;
- erneuere uns heute im Heiligen Geist.

Öffne die Augen unseres Herzens,
- damit wir deine Gegenwart in uns erkennen.

Du hast uns in deinen Dienst gerufen;
- mache uns heute zu Dienern deines Erbarmens.

Hier können Bitten in besonderen Anliegen eingefĂŒgt werden.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser). Christus, erbarme dich (unser). Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER
Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tÀgliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und fĂŒhre uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Gott, du hast den Menschen die Erde anvertraut, sie zu hĂŒten und zu bebauen, und lĂ€sst die Sonne ĂŒber ihnen aufgehen, damit sie ihnen leuchte. Gib, dass unser Tagewerk gelinge, zu deiner Ehre und zum Wohl unseres NĂ€chsten. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
RAmen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grĂŒĂŸt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
RUnd mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmÀchtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
RAmen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
RDank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und fĂŒhre uns zum ewigen Leben.
RAmen.