Donnerstag, 8. Dezember 2022

2. Woche im Advent

Stundenbuch: 2. Woche Bd. Adv. und Weihnachtszeit

49. Kalenderwoche

VESPER

VO Gott, komm mir zu Hilfe.
RHerr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

O Jungfrau, rein und makellos,
o Mutter, die uns Gott gebar,
du bist des Himmels offnes Tor,
der Engel Freude, unser Ruhm.

Dich hat vor allem Anbeginn
des Vaters Liebe auserwÀhlt,
dass du, vor jeder Schuld bewahrt,
der Welt den neuen Adam schenkst.

Noch ehe unser Retter kam,
ward dir in FĂŒlle schon zuteil,
was er in Tod und Auferstehn
erwirkte der verlornen Welt.

Du reine Jungfrau, sei gegrĂŒĂŸt,
in der wir unsre Hoffnung schaun:
Du stehst als großes Zeichen da,
der neuen Schöpfung klares Bild.

Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit,
der uns befreit vom Joch der Schuld,
dem Vater und dem Geiste Lob
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Ganz schön bist du, Jungfrau Maria, vor dem Makel der Urschuld hat Gott dich bewahrt.

Psalm 122,1-9

1
Ich freute mich, als man mir sagte: *
«Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.»

2 Schon stehen wir in deinen Toren, Jerusalem: +
3
Jerusalem, du starke Stadt, *
dicht gebaut und fest gefĂŒgt.

4

Dorthin ziehen die StÀmme hinauf, die StÀmme des Herrn, +
wie es Israel geboten ist, *
den Namen des Herrn zu preisen.

5
Denn dort stehen Throne bereit fĂŒr das Gericht, *
die Throne des Hauses David.

6
Erbittet fĂŒr Jerusalem Frieden! *
Wer dich liebt, sei in dir geborgen.

7
Friede wohne in deinen Mauern, *
in deinen HĂ€usern Geborgenheit.

8
Wegen meiner BrĂŒder und Freunde *
will ich sagen: In dir sei Friede.

9
Wegen des Hauses des Herrn, unseres Gottes, *
will ich dir GlĂŒck erflehen.

Antiphon

Ganz schön bist du, Jungfrau Maria, vor dem Makel der Urschuld hat Gott dich bewahrt.

2. Antiphon

Du bist der Ruhm Jerusalems, du die Freude Israels und der Stolz unseres Volkes.

Psalm 127,1-5

1


Wenn nicht der Herr das Haus baut, *
mĂŒht sich jeder umsonst, der daran baut.

Wenn nicht der Herr die Stadt bewacht, *
wacht der WĂ€chter umsonst.

2


Es ist umsonst, dass ihr frĂŒh aufsteht *
und euch spÀt erst niedersetzt,

um das Brot der MĂŒhsal zu essen; *
denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf.

3
Kinder sind eine Gabe des Herrn, *
die Frucht des Leibes ist sein Geschenk.

4
Wie Pfeile in der Hand des Kriegers, *
so sind Söhne aus den Jahren der Jugend.

5
Wohl dem Mann, der mit ihnen den Köcher gefĂŒllt hat! *
Beim Rechtsstreit mit ihren Feinden scheitern sie nicht.

Antiphon

Du bist der Ruhm Jerusalems, du die Freude Israels und der Stolz unseres Volkes.

3. Antiphon

Dein Gewand ist weiß wie der Schnee, und dein Antlitz leuchtet wie die Sonne.

Canticum Eph 1,3-10

3


Gepriesen sei Gott, *
der Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus.

Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet *
durch unsre Gemeinschaft mit Christus im Himmel.

4
Denn in ihm hat er uns erwÀhlt vor der Erschaffung der Welt, *
damit wir heilig und untadelig leben vor Gott;

5

er hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt, *
seine Söhne zu werden durch Jesus Christus

und zu ihm zu gelangen nach seinem gnÀdigen Willen, *
6
zum Lob seiner herrlichen Gnade.

Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn; +
7
durch sein Blut haben wir die Erlösung, die Vergebung der SĂŒnden *
nach dem Reichtum seiner Gnade.

8
Durch sie hat er uns reich beschenkt *
mit aller Weisheit und Einsicht

9
und hat uns das Geheimnis seines Willens kundgetan, *
wie er es gnÀdig im Voraus bestimmt hat:

10
die FĂŒlle der Zeiten heraufzufĂŒhren in Christus *
und alles, was im Himmel und auf Erden ist, in ihm zu vereinen.

Antiphon

Dein Gewand ist weiß wie der Schnee, und dein Antlitz leuchtet wie die Sonne.

KURZLESUNG Röm 5,20b-21

20b Wo die SĂŒnde mĂ€chtig wurde, da ist die Gnade ĂŒbergroß geworden.
21 Denn wie die SĂŒnde herrschte und zum Tod fĂŒhrte, so soll auch die Gnade herrschen und durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben fĂŒhren, durch Jesus Christus, unseren Herrn.

RESPONSORIUM

R Daran erkenne ich, wie sehr du mich liebst, * meine Feinde dĂŒrfen nicht ĂŒber mich jubeln. - R
V Du hĂ€ltst mich fest, denn du hast mich erwĂ€hlt, du stellst mich vor dein Antlitz fĂŒr immer. * Meine Feinde dĂŒrfen nicht ĂŒber mich jubeln.
Ehre sei dem Vater. - R

Magnificat-Antiphon

GegrĂŒĂŸet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen. Halleluja.

Magnificat Lk 1,46-55

Mein Geist jubelt ĂŒber Gott

46 Meine Seele preist die GrĂ¶ĂŸe des Herrn, *
47 und mein Geist jubelt ĂŒber Gott, meinen Retter.

48
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

49
Denn der MĂ€chtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.

50
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
ĂŒber alle, die ihn fĂŒrchten.

51
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

52
er stĂŒrzt die MĂ€chtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.

53
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lÀsst die Reichen leer ausgehn.

54
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,

55




das er unsern VĂ€tern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Magnificat-Antiphon

GegrĂŒĂŸet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen. Halleluja.

FÜRBITTEN

Lasst uns beten zu Gott, dem allmĂ€chtigen Vater, der Maria, die Mutter seines Sohnes, den Menschen zur FĂŒrsprecherin gegeben hat:

R Höre auf die FĂŒrbitte der seligen Jungfrau.

Du hast Maria zur Mutter deines Sohnes auserwÀhlt;
- lass die Kirche unter ihrem Schutz geborgen sein.

Du hast Maria den Menschen zur Mutter gegeben;
- auf ihre FĂŒrsprache gewĂ€hre den Kranken Heilung und den Trauernden Trost.

Du hast Maria die FĂŒlle deiner Gnade geschenkt;
- auf ihre FĂŒrsprache schenke den SĂŒndern Vergebung und allen Menschen Frieden und Heil.

Du hast Maria zum Urbild deiner Kirche gemacht;
- gib, dass deine GlĂ€ubigen einmĂŒtig mit Maria im Gebet verharren.

Hier können FĂŒrbitten in besonderen Anliegen eingefĂŒgt werden.

Du hast die unbefleckte Jungfrau mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen;
- schenke unseren Verstorbenen die ewige Freude mit Maria und all deinen Heiligen.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser). Christus, erbarme dich (unser). Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER
Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tÀgliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und fĂŒhre uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Großer und heiliger Gott, im Hinblick auf den Erlösertod Christi hast du die selige Jungfrau Maria schon im ersten Augenblick ihres Daseins vor jeder SĂŒnde bewahrt, um deinem Sohn eine wĂŒrdige Wohnung zu bereiten. Höre auf ihre FĂŒrsprache: Mache uns frei von SĂŒnden und erhalte uns in deiner Gnade, damit wir mit reinem Herzen zu dir gelangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
RAmen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grĂŒĂŸt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
RUnd mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmÀchtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
RAmen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
RDank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und fĂŒhre uns zum ewigen Leben.
RAmen.