Dienstag, 27. September 2022

26. Woche im Jahreskreis

Stundenbuch: 2. Woche Bd. Im Jahreskreis

39. Kalenderwoche

VESPER

VO Gott, komm mir zu Hilfe.
RHerr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Herr Jesus Christus,
du gingst heim zum Vater,
thronst ihm zur Rechten
ĂŒber allen Welten;
doch deine JĂŒnger
lÀsst du nicht als Waisen
hier auf der Erde.

Du schickst als Beistand
deinen Geist der Wahrheit.
Er schenkt uns Einsicht,
gibt uns Licht und Hoffnung.
Er fĂŒhrt die Kirche
sicher durch die Zeiten
hin zur Vollendung.

Er weckt Propheten,
die dem Volk vorangehn
und es voll Umsicht
auf dem Weg geleiten.
Hirten bestellt er,
ist in ihren Worten
nahe den Deinen.

Sie geben Zeugnis,
reden unerschrocken,
stÀrken die Schwachen,
sammeln die Zerstreuten,
lehren in Vollmacht,
helfen ihren BrĂŒdern,
dich zu bekennen.

Lob sei dem Vater
auf dem höchsten Throne,
Lob sei dem Sohne,
den er uns gesandt hat,
Lob sei dem Geiste,
der von beiden ausgeht,
immer und ewig. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Ihr könnt nicht Gott dienen und zugleich dem Mammon.

Psalm 49 (48),2-13

TrĂŒgerischer Reichtum

Ein Reicher wird nur schwer in das Himmelreich kommen. (Mt 19,23)

2
Hört dies an, ihr Völker alle, *
vernehmt es, alle Bewohner der Erde,

3
ihr Leute aus dem Volk und vom Adel, *
Reiche und Arme zusammen!

4
Mein Mund spreche weise Worte, *
was mein Herz ersinnt, sei voller Einsicht.

5
Ich wende mein Ohr einem Weisheitsspruch zu, *
ich enthĂŒlle mein Geheimnis beim Harfenspiel.

6
Warum soll ich mich in bösen Tagen fĂŒrchten, *
wenn mich der Frevel tĂŒckischer Feinde umgibt?

7
Sie verlassen sich ganz auf ihren Besitz *
und rĂŒhmen sich ihres großen Reichtums.

8
Loskaufen kann doch keiner den andern *
noch an Gott fĂŒr ihn ein SĂŒhnegeld zahlen

9
- fĂŒr das Leben ist jeder Kaufpreis zu hoch; *
fĂŒr immer muss man davon abstehn -,

10
damit er auf ewig weiterlebt *
und niemals das Grab schaut.

11

Denn man sieht: Weise sterben, +
genauso gehen Tor und Narr zugrunde, *
sie mĂŒssen andern ihren Reichtum lassen.

12

Das Grab ist ihr Haus auf ewig, +
ist ihre Wohnung fĂŒr immer, *
ob sie auch LĂ€nder nach ihren Namen benannten.

13
Der Mensch bleibt nicht in seiner Pracht, *
er gleicht dem Vieh, das verstummt.

Antiphon

Ihr könnt nicht Gott dienen und zugleich dem Mammon.

2. Antiphon

So spricht der Herr: Sammelt euch SchÀtze im Himmel.

Psalm 49 (48),14-21

TrĂŒgerischer Reichtum

Ein Reicher wird nur schwer in das Himmelreich kommen. (Mt 19,23)

14
So geht es denen, die auf sich selbst vertrauen, *
und so ist das Ende derer, die sich in großen Worten gefallen.

15


Der Tod fĂŒhrt sie auf seine Weide wie Schafe, *
sie stĂŒrzen hinab zur Unterwelt.

Geradewegs sinken sie hinab in das Grab; *
ihre Gestalt zerfÀllt, die Unterwelt wird ihre Wohnstatt.

16
Doch Gott wird mich loskaufen aus dem Reich des Todes, *
ja, er nimmt mich auf.

17
Lass dich nicht beirren, wenn einer reich wird *
und die Pracht seines Hauses sich mehrt;

18
denn im Tod nimmt er das alles nicht mit, *
seine Pracht steigt nicht mit ihm hinab.

19
Preist er sich im Leben auch glĂŒcklich und sagt zu sich: *
«Man lobt dich, weil du dir’s wohl sein lĂ€sst»,

20
so muss er doch zur Schar seiner VÀter hinab, *
die das Licht nie mehr erblicken.

21
Der Mensch in Pracht, doch ohne Einsicht, *
er gleicht dem Vieh, das verstummt.

Antiphon

So spricht der Herr: Sammelt euch SchÀtze im Himmel.

3. Antiphon

WĂŒrdig ist das Lamm, das geschlachtet ist, Macht zu empfangen und Herrlichkeit und Ehre.

Canticum Offb 4,11; 5,9-10.12

Danklied der Erlösten

11


WĂŒrdig bist du, Herr, unser Gott, *
Herrlichkeit zu empfangen und Ehre und Macht.

Denn du bist es, der die Welt erschaffen hat, *
durch deinen Willen war sie und wurde durch ihn erschaffen.

9



Herr, du bist wĂŒrdig, *
das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen;

denn du wurdest geschlachtet +
und hast mit deinem Blut Menschen fĂŒr Gott erworben *
aus allen StÀmmen und Sprachen, aus allen Nationen und Völkern,

10
und du hast sie zu Königen und Priestern gemacht fĂŒr unseren Gott; *
und sie werden auf der Erde herrschen.

12

WĂŒrdig ist das Lamm, das geschlachtet ist, +
Macht zu empfangen, Reichtum und Weisheit, *
Kraft und Ehre, Lob und Herrlichkeit.

Antiphon

WĂŒrdig ist das Lamm, das geschlachtet ist, Macht zu empfangen und Herrlichkeit und Ehre.

KURZLESUNG 1 Petr 5,1-4

1 Eure Ältesten ermahne ich, da ich ein Ältester bin wie sie und ein Zeuge der Leiden Christi und auch an der Herrlichkeit teilhaben soll, die sich offenbaren wird:
2 Sorgt als Hirten fĂŒr die euch anvertraute Herde Gottes, nicht aus Zwang, sondern freiwillig, wie Gott es will; auch nicht aus Gewinnsucht, sondern aus Neigung;
3 seid nicht Beherrscher eurer Gemeinden, sondern Vorbilder fĂŒr die Herde!
4 Wenn dann der oberste Hirt erscheint, werdet ihr den nie verwelkenden Kranz der Herrlichkeit empfangen.

RESPONSORIUM

R Das ist der Freund seiner BrĂŒder, * fĂŒr das Heil seines Volkes tritt er ein vor Gott. - R
V FĂŒr seine BrĂŒder gab er das Leben hin. * FĂŒr das Heil seines Volkes tritt er ein vor Gott.
Ehre sei dem Vater. - R

Magnificat-Antiphon

Was ihr dem Geringsten meiner BrĂŒder getan habt, das habt ihr mir getan.

Magnificat Lk 1,46-55

Mein Geist jubelt ĂŒber Gott

46 Meine Seele preist die GrĂ¶ĂŸe des Herrn, *
47 und mein Geist jubelt ĂŒber Gott, meinen Retter.

48
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

49
Denn der MĂ€chtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.

50
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
ĂŒber alle, die ihn fĂŒrchten.

51
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

52
er stĂŒrzt die MĂ€chtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.

53
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lÀsst die Reichen leer ausgehn.

54
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,

55




das er unsern VĂ€tern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Magnificat-Antiphon

Was ihr dem Geringsten meiner BrĂŒder getan habt, das habt ihr mir getan.

FÜRBITTEN

Lasst uns beten zu Jesus Christus, dem Hirten seines Volkes:

R Herr, komm deinem Volk zu Hilfe.

Du hast deiner Kirche immer wieder heilige Priester als Hirten geschenkt;
- sende deinen GlÀubigen allezeit gute Seelsorger.

Du hast den Hirten der Kirche den Dienst der Versöhnung anvertraut;
- gib, dass sie ihn treu verwalten.

Du bist es, der den Seelsorgern Kraft von oben verleiht;
- erfĂŒlle alle, die dein Volk fĂŒhren, mit Heiligem Geist.

Du selber bist das Erbteil aller, die du zu Seelsorgern berufen hast;
- lass keinen von ihnen verlorengehen.

Hier können FĂŒrbitten in besonderen Anliegen eingefĂŒgt werden.

Du bist der ewige Lohn deiner Diener;
- schenke den verstorbenen Seelsorgern und allen GlÀubigen das ewige Leben.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser). Christus, erbarme dich (unser). Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER
Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tÀgliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und fĂŒhre uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Barmherziger Gott, du hast den heiligen Vinzenz von Paul berufen, den Armen zu helfen und fĂŒr die Ausbildung guter Priester zu sorgen. Schenke auch uns apostolischen Eifer; hilf uns, die Not der Armen zu sehen und mach uns bereit, ihnen zu helfen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
RAmen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grĂŒĂŸt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
RUnd mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmÀchtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
RAmen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
RDank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und fĂŒhre uns zum ewigen Leben.
RAmen.