Montag, 16. Mai 2022

5. Woche der Osterzeit

Stundenbuch: 1. Woche Bd. Fasten-/Osterzeit

20. Kalenderwoche

VESPER

VO Gott, komm mir zu Hilfe.
RHerr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Zum Mahl des Lammes schreiten wir
mit weißen Kleidern angetan,
Christus, dem Sieger, singen wir,
der uns durchs Rote Meer geführt.

Am Kreuze gab er seinen Leib
für alle Welt zum Opfer hin;
und wer von seinem Blute trinkt,
wird eins mit ihm und lebt mit ihm.

Am Pascha-Abend weist das Blut
den Würgeengel von der Tür:
Wir sind befreit aus harter Fron
und von der Knechtschaft Pharaos.

Christus ist unser Osterlamm,
das uns zum Heil geschlachtet ward.
Er reicht uns seinen heil'gen Leib,
als Brot, das uns sein Leben schenkt.

Lamm Gottes, wahres Opferlamm,
durch das der Hölle Macht zerbrach!
Den Kerker hast du aufgesprengt,
zu neuem Leben uns befreit.

Erstanden ist der Herr vom Grab,
kehrt siegreich aus dem Tod zurück.
Gefesselt ist der Fürst der Welt,
und offen steht das Paradies.

Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit,
der aus dem Grabe auferstand,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Habt Vertrauen, ich habe die Welt überwunden. Halleluja.

Psalm 11 (10),1-7

Vertrauen auf den gerechten Gott

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, denn sie werden satt werden. (Mt 5,6)

1
Beim Herrn finde ich Zuflucht. *
Wie könnt ihr mir sagen: «In die Berge flieh wie ein Vogel»?

2


Schon spannen die Frevler den Bogen, *
sie legen den Pfeil auf die Sehne,

um aus dem Dunkel zu treffen *
die Menschen mit redlichem Herzen.

3
Gerät alles ins Wanken, *
was kann da der Gerechte noch tun?

4


Der Herr weilt in seinem heiligen Tempel, *
der Thron des Herrn ist im Himmel.

Seine Augen schauen herab, *
seine Blicke prüfen die Menschen.

5
Der Herr prüft Gerechte und Frevler; *
wer Gewalttat liebt, den hasst er aus tiefster Seele.

6
Auf die Frevler lasse er Feuer und Schwefel regnen; *
sengender Wind sei ihr Anteil.

7
Denn der Herr ist gerecht, er liebt gerechte Taten; *
wer rechtschaffen ist, darf sein Angesicht schauen.

Antiphon

Habt Vertrauen, ich habe die Welt überwunden. Halleluja.

2. Antiphon

Dein Gerechter darf wohnen in deinem Zelt und weilen auf deinem heiligen Berg. Halleluja.

Psalm 15 (14),1-5

Wer darf vor Gott hintreten?

Ihr seid zum Berg Zion hingetreten, zur Stadt des lebendigen Gottes. (Hebr 12,22)

1
Herr, wer darf Gast sein in deinem Zelt, *
wer darf weilen auf deinem heiligen Berg?

2
Der makellos lebt und das Rechte tut; +
der von Herzen die Wahrheit sagt *
3

und mit seiner Zunge nicht verleumdet;

der seinem Freund nichts Böses antut *
und seinen Nächsten nicht schmäht;

4


der den Verworfenen verachtet, *
doch alle, die den Herrn fürchten, in Ehren hält;

der sein Versprechen nicht ändert, *
das er seinem Nächsten geschworen hat;

5


der sein Geld nicht auf Wucher ausleiht *
und nicht zum Nachteil des Schuldlosen Bestechung annimmt.

Wer sich danach richtet, *
der wird niemals wanken.

Antiphon

Dein Gerechter darf wohnen in deinem Zelt und weilen auf deinem heiligen Berg. Halleluja.

3. Antiphon

Wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen. Halleluja.

Canticum Eph 1,3-10

Gottes Heilsplan

3


Gepriesen sei Gott, *
der Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus.

Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet *
durch unsre Gemeinschaft mit Christus im Himmel.

4
Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, *
damit wir heilig und untadelig leben vor Gott;

5

er hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt, *
seine Söhne zu werden durch Jesus Christus

und zu ihm zu gelangen nach seinem gnädigen Willen, *
6
zum Lob seiner herrlichen Gnade.

Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn; +
7
durch sein Blut haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden *
nach dem Reichtum seiner Gnade.

8
Durch sie hat er uns reich beschenkt *
mit aller Weisheit und Einsicht

9
und hat uns das Geheimnis seines Willens kundgetan, *
wie er es gnädig im Voraus bestimmt hat:

10
die Fülle der Zeiten heraufzuführen in Christus *
und alles, was im Himmel und auf Erden ist, in ihm zu vereinen.

Antiphon

Wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen. Halleluja.

KURZLESUNG Hebr 8,1b-3a

1b Wir haben einen Hohenpriester, der sich zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel gesetzt hat,
2 als Diener des Heiligtums und des wahren Zeltes, das der Herr selbst aufgeschlagen hat, nicht etwa ein Mensch.
3a Denn jeder Hohepriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer darzubringen.

RESPONSORIUM

R Der Herr ist den Jüngern erschienen. * Halleluja, halleluja. - R
V Sie sahen ihn und freuten sich. * Halleluja, halleluja.
Ehre sei dem Vater. - R

Magnificat-Antiphon

Der Beistand, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, er wird euch alles lehren. An alles, was ich euch sagte, wird er euch erinnern. Halleluja.

Magnificat Lk 1,46-55

Mein Geist jubelt über Gott

46 Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
47 und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

48
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

49
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.

50
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.

51
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

52
er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.

53
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.

54
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,

55




das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Magnificat-Antiphon

Der Beistand, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, er wird euch alles lehren. An alles, was ich euch sagte, wird er euch erinnern. Halleluja.

FÜRBITTEN

Lasst uns zu Christus beten, der für die Welt zur Quelle des Lebens geworden ist:

R Sohn des lebendigen Gottes, erbarme dich.

Du Licht, das nicht vergeht, wenn der Tag sich neigt;
- nimm das Abendlob deiner Kirche an.

Du hast dich deinen Jüngern beim Brechen des Brotes als der Auferstandene geoffenbart;
- bleibe bei deiner Kirche durch alle Zeiten.

Sei den Kranken und Leidenden nahe;
- lass sie teilhaben an der österlichen Freude.

Du Sieger über den Tod:
- stehe den Sterbenden in ihrer letzten Stunde bei.

Hier können Fürbitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

Erbarme dich unserer Verstorbenen;
- lass ihnen das Licht deiner Herrlichkeit leuchten.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser). Christus, erbarme dich (unser). Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER
Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Gott, unser Herr, du verbindest alle, die an dich glauben, zum gemeinsamen Streben. Gib, dass wir lieben, was du befiehlst, und ersehnen, was du uns verheißen hast, damit in der Unbeständigkeit dieses Lebens unsere Herzen dort verankert seien, wo die wahren Freuden sind. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
RAmen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
RUnd mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
RAmen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
RDank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
RAmen.