Donnerstag, 17. September 2020

24. Woche im Jahreskreis

Stundenbuch: 4. Woche Bd. Im Jahreskreis

38. Kalenderwoche

LAUDES

VO Gott, komm mir zu Hilfe.
RHerr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Das Wort des Vaters, Gottes Sohn,
tritt ein in unsre Erdenzeit;
da seine Leidensstunde naht,
krönt er sein Werk im Opfertod.

Bevor an seiner Feinde Schar
der eigne Jünger ihn verriet,
reicht er beim letzten Abendmahl
den Seinen sich als Speise dar.

Geheimnisvoll in Brot und Wein
gibt er sich hin mit Fleisch und Blut
und stärkt durch seiner Gottheit Kraft
den ganzen Menschen, Leib und Geist.

Als Mensch will er uns Bruder sein,
im Mahle wird er unser Brot,
im Tode unser Opferlamm,
im Himmel unser Siegespreis.

Lamm Gottes, das der ganzen Welt
das Tor zum Leben aufgetan:
da uns des Bösen Macht bedrängt,
gib Mut zum Leiden, Kraft zum Sieg.

Dreieinig hoher Herr und Gott,
nimm unser Lob, nimm unsren Dank:
lass schauen uns in deinem Reich
des ew'gen Sohnes Herrlichkeit. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Herr, lass mich deine Huld erfahren am frühen Morgen.

Psalm 143 (142),1-11

Bitte um Kraft und Hilfe

Wir haben erkannt, dass der Mensch nicht durch Werke des Gesetzes gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus. (Gal 2,16)

1
Herr, höre mein Gebet, vernimm mein Flehen; *
in deiner Treue erhöre mich, in deiner Gerechtigkeit!

2
Geh mit deinem Knecht nicht ins Gericht; *
denn keiner, der lebt, ist gerecht vor dir.

3
Der Feind verfolgt mich, tritt mein Leben zu Boden, *
er lässt mich in der Finsternis wohnen wie längst Verstorbene.

4
Mein Geist verzagt in mir, *
mir erstarrt das Herz in der Brust.

5

Ich denke an die vergangenen Tage, +
sinne nach über all deine Taten, *
erwäge das Werk deiner Hände.

6
Ich breite die Hände aus und bete zu dir; *
meine Seele dürstet nach dir wie lechzendes Land.

7


Herr, erhöre mich bald, *
denn mein Geist wird müde;

verbirg dein Antlitz nicht vor mir, *
damit ich nicht werde wie Menschen, die längst begraben sind.

8


Lass mich deine Huld erfahren am frühen Morgen; *
denn ich vertraue auf dich.

Zeig mir den Weg, den ich gehen soll; *
denn ich erhebe meine Seele zu dir.

9
Herr, entreiß mich den Feinden! *
Zu dir nehme ich meine Zuflucht.

10
Lehre mich, deinen Willen zu tun; denn du bist mein Gott. *
Dein guter Geist leite mich auf ebenem Pfad.

11
Um deines Namens willen, Herr, erhalt mich am Leben, *
führe mich heraus aus der Not in deiner Gerechtigkeit!

Antiphon

Herr, lass mich deine Huld erfahren am frühen Morgen.

2. Antiphon

Wie einen Strom leitet der Herr den Frieden nach Jerusalem.

Canticum Jes 66,10-14a

Trost und Freude in der heiligen Stadt

Das himmlische Jersusalem ist frei, und dieses Jerusalem ist unsere Mutter. (Gal 4,26)

10


Freut euch mit Jerusalem, der heiligen Stadt, *
jubelt alle, die ihr sie liebt!

Seid fröhlich mit ihr, *
alle, die ihr über sie traurig wart!

11
Saugt euch satt an ihrer tröstenden Brust, *
trinkt und labt euch an ihrem mütterlichen Reichtum!

12



Denn so spricht der Herr: +
Seht her: Wie einen Strom leite ich den Frieden zu ihr *
und den Reichtum der Völker wie einen rauschenden Bach.

Ihre Kinder wird man auf den Armen tragen *
und auf den Knien schaukeln.

13
Wie eine Mutter ihren Sohn tröstet, so tröste ich euch; *
in Jerusalem findet ihr Trost.

14a
Wenn ihr das seht, wird euer Herz sich freuen, *
und ihr werdet aufblühen wie frisches Gras.

Antiphon

Wie einen Strom leitet der Herr den Frieden nach Jerusalem.

3. Antiphon

Gut ist es, unserem Gott zu singen, schön ist es, ihn zu loben.

Psalm 147 (146),1-11

Gottes gütiges Walten

Dich, Gott, loben wir, dich, Herr, preisen wir.

1
(Gut ist es, unserem Gott zu singen; *
schön ist es, ihn zu loben.)

2
Der Herr baut Jerusalem wieder auf, *
er sammelt die Versprengten Israels.

3
Er heilt die gebrochenen Herzen *
und verbindet ihre schmerzenden Wunden.

4
Er bestimmt die Zahl der Sterne *
und ruft sie alle mit Namen.

5
Groß ist unser Herr und gewaltig an Kraft, *
unermesslich ist seine Weisheit.

6
Der Herr hilft den Gebeugten auf *
und erniedrigt die Frevler.

7
Stimmt dem Herrn ein Danklied an, *
spielt unserem Gott auf der Harfe!

8

Er bedeckt den Himmel mit Wolken, +
spendet der Erde Regen *
und lässt Gras auf den Bergen sprießen.

9
Er gibt dem Vieh seine Nahrung, *
gibt den jungen Raben, wonach sie schreien.

10
Er hat keine Freude an der Kraft des Pferdes, *
kein Gefallen am schnellen Lauf des Mannes.

11
Gefallen hat der Herr an denen, die ihn fürchten und ehren, *
die voll Vertrauen warten auf seine Huld.

Antiphon

Gut ist es, unserem Gott zu singen, schön ist es, ihn zu loben.

KURZLESUNG Röm 8,18-21

18 Die Leiden der gegenwärtigen Zeit bedeuten nichts im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll.
19 Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes.
20 Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat; aber zugleich gab er ihr Hoffnung:
21 auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.

RESPONSORIUM

R Am Morgen denke ich an dich. * Herr, deine Huld ist besser als das Leben. - R
V Du wurdest meine Hilfe, darum preisen dich meine Lippen. * Herr, deine Huld ist besser als das Leben.
Ehre sei dem Vater. - R

Benedictus-Antiphon

Lass uns, Herr, dein Heil erfahren und vergib uns unsere Sünden.

Benedictus Lk 1,68-79

Der Messias und sein Vorläufer

68
Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

69
er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.

70
So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

71
Er hat uns errettet vor unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;

72
er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet +
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
73 an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

74
er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, +
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
75 vor seinem Angesicht all unsre Tage.

76

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; +
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.

77
Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.

78
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

79




um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Benedictus-Antiphon

Lass uns, Herr, dein Heil erfahren und vergib uns unsere Sünden.

FÜRBITTEN

Gepriesen sei Gott, die Quelle unseres Heils. Zu ihm lasst uns beten:

R Schenke uns dein Erbarmen.

Gott, du hast uns durch die Auferweckung deines Sohnes neue Hoffnung geschenkt;
- gib, dass diese Zuversicht unser Tagewerk begleite.

Du hast uns durch den Heiligen Geist deine Liebe eingegossen;
- heile unsere Herzen von Missgunst und Neid.

Du hast uns in der Kirche zu einer neuen Gemeinschaft zusammengeführt;
- gib, dass wir einander dienen in Geduld.

Du willst das gute Werk vollenden, das du in uns begonnen hast;
- lass uns den Glauben bewahren bis ans Ende.

Hier können Bitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser). Christus, erbarme dich (unser). Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER
Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Herr, lass uns heute und immerdar bedenken, dass wir erlöst und aus Feindeshand befreit sind. Gib, dass wir dir furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit alle Tage unseres Lebens. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
RAmen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
RUnd mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
RAmen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
RDank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
RAmen.