Samstag, 9. Februar 2019

4. Woche im Jahreskreis

Stundenbuch: 4. Woche Bd. Im Jahreskreis

6. Kalenderwoche

VESPER

VO Gott, komm mir zu Hilfe.
RHerr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

O Gott, dein Wille schuf die Welt
und ordnet der Gestirne Bahn,
umgibt den Tag mit hellem Licht,
gewährt zur Ruhe uns die Nacht.

Als Dank für den vollbrachten Tag,
den deine Güte uns geschenkt,
nimm an des Wortes heil’gen Dienst,
den Lobgesang zu deinem Ruhm.

Dir schließt sich unsre Seele auf,
voll Freude preist dich unser Mund,
in Ehrfurcht dient dir unser Geist,
in Liebe sucht dich unser Herz.

Wenn uns die Sonne untergeht
und Finsternis den Tag beschließt,
kennt unser Glaube keine Nacht:
Im Dunkel strahlt sein Licht uns auf.

Den Sohn und Vater bitten wir
und auch den Geist, der beide eint:
Du starker Gott, Dreifaltigkeit,
behüte, die auf dich vertraun. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Wie Weihrauch steige mein Gebet vor dir auf, Herr, du mein Gott. Halleluja.

Psalm 141 (140),1-9

Bitte um Bewahrung

Aus der Hand des Engels stieg der Weihrauch vor Gott empor: das sind die Gebete der Heiligen. (Offb 8,4)

1
Herr, ich rufe zu dir. Eile mir zu Hilfe; *
höre auf meine Stimme, wenn ich zu dir rufe!

2
Wie ein Rauchopfer steige mein Gebet vor dir auf; *
als Abendopfer gelte vor dir, wenn ich meine Hände erhebe.

3
Herr, stell eine Wache vor meinen Mund, *
eine Wehr vor das Tor meiner Lippen!

4


Gib, dass mein Herz sich bösen Worten nicht zuneigt, *
dass ich nichts tue, was schändlich ist,

zusammen mit Menschen, die Unrecht tun. *
Von ihren Leckerbissen will ich nicht kosten.

5


Der Gerechte mag mich schlagen aus Güte: *
wenn er mich bessert, ist es Salböl für mein Haupt;

da wird sich mein Haupt nicht sträuben. *
Ist er in Not, will ich stets für ihn beten.

6
Haben ihre Richter sich auch die Felsen hinabgestürzt, *
sie sollen hören, dass mein Wort für sie freundlich ist.

7
Wie wenn man Furchen zieht und das Erdreich aufreißt, *
so sind unsre Glieder hingestreut an den Rand der Unterwelt.

8
Mein Herr und Gott, meine Augen richten sich auf dich; *
bei dir berge ich mich. Gieß mein Leben nicht aus!

9
Vor der Schlinge, die sie mir legten, bewahre mich, *
vor den Fallen derer, die Unrecht tun!

Antiphon

Wie Weihrauch steige mein Gebet vor dir auf, Herr, du mein Gott. Halleluja.

2. Antiphon

Meine Zuflucht bist du, o Herr, mein Anteil im Lande der Lebenden. Halleluja.

Psalm 142 (141),2-8

Hilferuf in schwerer Bedrängnis

Das alles hat sich am Herrn erfüllt bei seinem Leiden. (Hilarius)

2
Mit lauter Stimme schreie ich zum Herrn, *
laut flehe ich zum Herrn um Gnade.

3
Ich schütte vor ihm meine Klagen aus, *
eröffne ihm meine Not.

4


Wenn auch mein Geist in mir verzagt, *
du kennst meinen Pfad.

Auf dem Weg, den ich gehe, *
legten sie mir Schlingen.

5


Ich blicke nach rechts und schaue aus, *
doch niemand ist da, der mich beachtet.

Mir ist jede Zuflucht genommen, *
niemand fragt nach meinem Leben.

6

Herr, ich schreie zu dir, +
ich sage: Meine Zuflucht bist du, *
mein Anteil im Land der Lebenden.

7


Vernimm doch mein Flehen, *
denn ich bin arm und elend.

Meinen Verfolgern entreiß mich; *
sie sind viel stärker als ich.

8


Führe mich heraus aus dem Kerker, *
damit ich deinen Namen preise.

Die Gerechten scharen sich um mich, *
weil du mir Gutes tust.

Antiphon

Meine Zuflucht bist du, o Herr, mein Anteil im Lande der Lebenden. Halleluja.

3. Antiphon

Jesus, der Herr, hat sich selbst erniedrigt; darum hat Gott ihn erhöht in Ewigkeit. Halleluja.

Canticum Phil 2,6-11

Bekenntnis zu Christus

6
Christus Jesus war Gott gleich, *
hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein,

7

sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave *
und den Menschen gleich.

Sein Leben war das eines Menschen; +
8
er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, *
bis zum Tod am Kreuze.

9
Darum hat ihn Gott über alle erhöht *
und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,

10

damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde *
ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu

und jeder Mund bekennt: +
11
"Jesus Christus ist der Herr" - *
zur Ehre Gottes, des Vaters.

Antiphon

Jesus, der Herr, hat sich selbst erniedrigt; darum hat Gott ihn erhöht in Ewigkeit. Halleluja.

KURZLESUNG Röm 11,33-36

33 O Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Entscheidungen, wie unerforschlich seine Wege!
34 Denn wer hat die Gedanken des Herrn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen?
35 Wer hat ihm etwas gegeben, sodass Gott ihm etwas geben müsste?
36 Denn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Schöpfung. Ihm sei Ehre in Ewigkeit. Amen.

RESPONSORIUM

Wie groß sind deine Werke, o Herr. * Mit Weisheit hast du sie alle geschaffen. - R
V Erfüllt ist die Erde von deinen Geschöpfen.
R Mit Weisheit hast du sie alle geschaffen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
R Wie groß sind deine Werke, o Herr. * Mit Weisheit hast du sie alle geschaffen.

Magnificat-Antiphon

Ich hörte die Stimme des Herrn: Wen soll ich senden? Und ich sprach: Hier bin ich, sende mich!

Magnificat Lk 1,46-55

Mein Geist jubelt über Gott

46 Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
47 und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

48
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

49
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.

50
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.

51
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

52
er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.

53
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.

54
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,

55




das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Magnificat-Antiphon

Ich hörte die Stimme des Herrn: Wen soll ich senden? Und ich sprach: Hier bin ich, sende mich!

FÜRBITTEN

Lasst uns dem ewigen Gott die Ehre erweisen und zu ihm beten:
Gott steh deinem Volke bei.
R Gott, steh deinem Volke bei.

Führe die Menschen zum Glauben,
- damit sie in dir das Heil finden.
R Gott, steh deinem Volke bei.

Schenke den Völkern der Erde Frieden;
- schaffe Recht den Unterdrückten.
R Gott, steh deinem Volke bei.

Gib den Eheleuten deine Gnade,
- hilf ihnen, einander treu zu sein.
R Gott, steh deinem Volke bei.

Vergilt den Menschen, die uns Gutes getan haben,
- und schenke ihnen das ewige Leben.
R Gott, steh deinem Volke bei.

Hier können Fürbitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

Erbarme dich aller unserer Verstorbenen;
- nimm sie auf in die ewige Ruhe des Himmels.
R Gott, steh deinem Volke bei.

Vater unser.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser). Christus, erbarme dich (unser). Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER
Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Gott, unser Vater, wir sind dein Eigentum und setzen unsere Hoffnung allein auf deine Gnade. Bleibe uns nahe in jeder Not und Gefahr und schütze uns. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
RAmen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
RUnd mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
RAmen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
RDank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
RAmen.