Freitag, 26. Mai 2023

7. Woche der Osterzeit

Stundenbuch: 3. Woche Bd. Fasten-/Osterzeit

21. Kalenderwoche

NON

VO Gott, komm mir zu Hilfe.
RHerr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Schon neigt der Tag dem Abend zu,
die Schatten werden länger.
Vergänglich ist, was uns umgibt,
du aber bleibst bestehen.

Im Tageslicht, das steigt und sinkt,
wird uns die Zeit bemessen,
bis uns der Tod hin√ľberf√ľhrt,
wo alle Grenzen fallen.

Lob sei dem Vater und dem Sohn,
Lob sei dem Heil’gen Geiste,
wie es von allem Anfang war,
jetzt und f√ľr alle Zeiten. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

Psalm 22,2-12

Gottverlassenheit und Heilsgewissheit

Jesus schrie laut: Eli, eli, lema sabachtani? (Mt 27,46)

I

2
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, *
bist fern meinem Schreien, den Worten meiner Klage?

3
Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du gibst keine Antwort; *
ich rufe bei Nacht und finde doch keine Ruhe.

4
Aber du bist heilig, *
du thronst √ľber dem Lobpreis Israels.

5
Dir haben unsre Väter vertraut, *
sie haben vertraut und du hast sie gerettet.

6
Zu dir riefen sie und wurden befreit, *
dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.

7
Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, *
der Leute Spott, vom Volk verachtet.

8
Alle, die mich sehen, verlachen mich, *
verziehen die Lippen, sch√ľtteln den Kopf:

9


¬ęEr w√§lze die Last auf den Herrn,¬†*
der soll ihn befreien!

Der reiße ihn heraus, *
wenn er an ihm Gefallen hat.¬Ľ

10
Du bist es, der mich aus dem Schoß meiner Mutter zog, *
mich barg an der Brust der Mutter.

11
Von Geburt an bin ich geworfen auf dich, *
vom Mutterleib an bist du mein Gott.

12
Sei mir nicht fern, denn die Not ist nahe *
und niemand ist da, der hilft.

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

2. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.
II
13
Viele Stiere umgeben mich, *
B√ľffel von Baschan umringen mich.

14
Sie sperren gegen mich ihren Rachen auf, *
rei√üende, br√ľllende L√∂wen.

15

Ich bin hingesch√ľttet wie Wasser,¬†+
gelöst haben sich all meine Glieder. *
Mein Herz ist in meinem Leib wie Wachs zerflossen.

16

Meine Kehle ist trocken wie eine Scherbe, +
die Zunge klebt mir am Gaumen, *
du legst mich in den Staub des Todes.

17

Viele Hunde umlagern mich, +
eine Rotte von Bösen umkreist mich. *
Sie durchbohren mir H√§nde und F√ľ√üe.

18
Man kann all meine Knochen zählen; *
sie gaffen und weiden sich an mir.

19
Sie verteilen unter sich meine Kleider *
und werfen das Los um mein Gewand.

20
Du aber, Herr, halte dich nicht fern! *
Du, meine Stärke, eil mir zu Hilfe!

21
Entreiße mein Leben dem Schwert, *
mein einziges Gut aus der Gewalt der Hunde!

22
Rette mich vor dem Rachen des Löwen, *
vor den H√∂rnern der B√ľffel rette mich Armen!

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

3. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.
III
23
Ich will deinen Namen meinen Br√ľdern verk√ľnden,¬†*
inmitten der Gemeinde dich preisen.

24

Die ihr den Herrn f√ľrchtet, preist ihn,¬†+
ihr alle vom Stamm Jakobs, r√ľhmt ihn;¬†*
erschauert alle vor ihm, ihr Nachkommen Israels!

25


Denn er hat nicht verachtet, *
nicht verabscheut das Elend des Armen.

Er verbirgt sein Gesicht nicht vor ihm; *
er hat auf sein Schreien gehört.

26
Deine Treue preise ich in großer Gemeinde; *
ich erf√ľlle meine Gel√ľbde vor denen, die Gott f√ľrchten.

27

Die Armen sollen essen und sich sättigen; +
den Herrn sollen preisen, die ihn suchen. *
Aufleben soll euer Herz f√ľr immer.

28

Alle Enden der Erde sollen daran denken +
und werden umkehren zum Herrn: *
Vor ihm werfen sich alle Stämme der Völker nieder.

29
Denn der Herr regiert als König; *
er herrscht √ľber die V√∂lker.

30
Vor ihm allein sollen niederfallen die Mächtigen der Erde, *
vor ihm sich alle niederwerfen, die in der Erde ruhen.

31

Meine Seele, sie lebt f√ľr ihn;¬†*
mein Stamm wird ihm dienen.

Vom Herrn wird man dem k√ľnftigen Geschlecht erz√§hlen,¬†+
32
seine Heilstat verk√ľndet man dem kommenden Volk;¬†*
denn er hat das Werk getan.

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

KURZLESUNG 1 Kor 5,7-8

7 Schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr neuer Teig seid! Ihr seid ja schon ungesäuertes Brot; denn als unser Paschalamm ist Christus geopfert worden.
8 Lasst uns also das Fest nicht mit dem alten Sauerteig feiern, nicht mit dem Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit den ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit.

RESPONSORIUM

V Herr, bleibe bei uns. Halleluja.
R Denn es will Abend werden. Halleluja.

Oration

Allm√§chtiger Gott, du hast deinen Sohn erh√∂ht und den Heiligen Geist gesandt, um uns zum ewigen Leben zu f√ľhren. Gib, dass wir durch den Empfang dieser gro√üen Gabe im Glauben wachsen und dir aus ganzem Herzen dienen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

VSinget Lob und Preis.
RDank sei Gott, dem Herrn.