Dienstag, 5. Dezember 2023

1. Woche im Advent

Stundenbuch: 1. Woche Bd. Adv. und Weihnachtszeit

49. Kalenderwoche

Lesung (Jes 11,1-10)

Der Geist des HERRN ruht auf ihm


1
An jenem Tag
¬†¬†¬†w√§chst aus dem Baumstumpf √ćsais ein Reis hervor,
ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht.
2


Der Geist des HERRN ruht auf ihm:
der Geist der Weisheit und der Einsicht,
der Geist des Rates und der Stärke,
der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.
3

Und er hat sein Wohlgefallen an der Furcht des HERRN.

Er richtet nicht nach dem Augenschein
und nach dem Hörensagen entscheidet er nicht,
4


   sondern er richtet die Geringen in Gerechtigkeit
und entscheidet f√ľr die Armen des Landes, wie es recht ist.
Er schlägt das Land mit dem Stock seines Mundes
und tötet den Frevler mit dem Hauch seiner Lippen.
5
Gerechtigkeit ist der G√ľrtel um seine H√ľften
¬†¬†¬†und die Treue der G√ľrtel um seine Lenden.
6


Der Wolf findet Schutz beim Lamm,
   der Panther liegt beim Böcklein.
Kalb und Löwe weiden zusammen,
   ein kleiner Junge leitet sie.
7

Kuh und Bärin nähren sich zusammen,
   ihre Jungen liegen beieinander.
Der Löwe frisst Stroh wie das Rind.
8
Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter
und zur Höhle der Schlange streckt das Kind seine Hand aus.
9



Man tut nichts Böses
und begeht kein Verbrechen
   auf meinem ganzen heiligen Berg;
denn das Land ist erf√ľllt von der Erkenntnis des HERRN,
   so wie die Wasser das Meer bedecken.

10


An jenem Tag wird es der Spross aus der Wurzel √ćsais sein,
¬†¬†¬†der dasteht als Feldzeichen f√ľr die V√∂lker;
die Nationen werden nach ihm fragen
und seine Ruhe wird herrlich sein.

Antwortpsalm (Ps 72 (71),1-2.7-8.12-13.17 (R: vgl. 7))

Kv In den Tagen des Herrn sollen Gerechtigkeit bl√ľhen
und F√ľlle des Friedens. - Kv

1
Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König, *
dem Königssohn gib dein gerechtes Walten.
2
Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit *
und deine Elenden durch rechtes Urteil. - (Kv)

7
In seinen Tagen sprosse der Gerechte *
und F√ľlle des Friedens, bis der Mond nicht mehr da ist.
8
Er herrsche von Meer zu Meer, *
vom Strom bis an die Enden der Erde. - (Kv)

12
Ja, er befreie den Armen, der um Hilfe schreit, *
den Elenden und den, der keinen Helfer hat.
13
Er habe Mitleid mit dem Geringen und Armen, *
er rette das Leben der Armen. - (Kv)

17


Sein Name soll ewig bestehen, *
solange die Sonne bleibt, sprosse sein Name.
Mit ihm wird man sich segnen, *
ihn werden seligpreisen alle Völker. - Kv

Evangelium (Lk 10,21-24)

Vom Heiligen Geist erf√ľllt, sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, weil du das den Unm√ľndigen offenbart hast

21




In jener Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erf√ľllt,
   voll Freude aus:
Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde,
weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen
¬†¬†¬†und es den Unm√ľndigen offenbart hast.
Ja, Vater, so hat es dir gefallen.

22




Alles ist mir von meinem Vater √ľbergeben worden;
niemand erkennt, wer der Sohn ist,
   nur der Vater,
und niemand erkennt, wer der Vater ist,
   nur der Sohn
   und der, dem es der Sohn offenbaren will.

23

Jesus wandte sich an die J√ľnger
und sagte zu ihnen allein:
   Selig sind die Augen, die sehen, was ihr seht.

24



Denn ich sage euch:
   Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht,
   und haben es nicht gesehen,
und wollten hören, was ihr hört,
   und haben es nicht gehört.