Samstag, 4. April 2020

5. Woche der Fastenzeit

Stundenbuch: 1. Woche Bd. Fasten-/Osterzeit

14. Kalenderwoche

Lesung (Ez 37,21-28)

Ich mache sie zu einem einzigen Volk

21



So spricht Gott, der Herr:
Ich hole die Israeliten aus den Völkern heraus,
   zu denen sie gehen mussten;
ich sammle sie von allen Seiten
   und bringe sie in ihr Land.

22



Ich mache sie in meinem Land, auf den Bergen Israels,
   zu einem einzigen Volk.
Sie sollen alle einen einzigen König haben.
Sie werden nicht länger zwei Völker sein
   und sich nie mehr in zwei Reiche teilen.

23





Sie werden sich nicht mehr unrein machen
   durch ihre Götzen und Gräuel und durch all ihre Untaten.
Ich befreie sie von aller Sünde,
   die sie in ihrer Untreue begangen haben,
   und ich mache sie rein.
Dann werden sie mein Volk sein
   und ich werde ihr Gott sein.

24


Mein Knecht David wird ihr König sein
   und sie werden alle einen einzigen Hirten haben.
Sie werden nach meinen Rechtsvorschriften leben
   und auf meine Gesetze achten und sie erfüllen.

25




Sie werden in dem Land wohnen,
   das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe
   und in dem ihre Väter gewohnt haben.
Sie und ihre Kinder und Kindeskinder
   werden für immer darin wohnen
und mein Knecht David wird für alle Zeit ihr Fürst sein.

26


Ich schließe mit ihnen einen Friedensbund;
es soll ein ewiger Bund sein.
Ich werde sie zahlreich machen.
Ich werde mitten unter ihnen für immer mein Heiligtum errichten
27

und bei ihnen wird meine Wohnung sein.
Ich werde ihr Gott sein
   und sie werden mein Volk sein.

28

Wenn mein Heiligtum für alle Zeit in ihrer Mitte ist,
   dann werden die Völker erkennen,
   dass ich der Herr bin, der Israel heiligt.


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Antwortpsalm (Jer 31,10.11-12b.13 (R: vgl. 10d))

R Der Herr wird uns hüten wie ein Hirt seine Herde. - R

10


Hört, ihr Völker, das Wort des Herrn, *
verkündet es auf den fernsten Inseln und sagt:
Er, der Israel zerstreut hat, wird es auch sammeln *
und hüten wie ein Hirt seine Herde. - (R)

11
Denn der Herr wird Jakob erlösen *
und ihn befreien aus der Hand des Stärkeren.
12a
Sie kommen und jubeln auf Zions Höhe, *
sie strahlen vor Freude über die Gaben des Herrn. - (R)

13


Dann freut sich das Mädchen beim Reigentanz, *
Jung und Alt sind fröhlich.
Ich verwandle ihre Trauer in Jubel, *
tröste und erfreue sie nach ihrem Kummer. - R


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Evangelium (Joh 11,45-57)

Er sollte nicht nur für das Volk sterben, sondern auch, um die versprengten Kinder Gottes wieder zu sammeln


45


In jener Zeit
   kamen viele der Juden,
   die zu Maria, der Schwester des Lázarus, gekommen waren
   und gesehen hatten, was Jesus getan hatte,
   zum Glauben an ihn.
46
Aber einige von ihnen gingen zu den Pharisäern
   und berichteten ihnen, was er getan hatte.

47


Da beriefen die Hohenpriester und die Pharisäer
   eine Versammlung des Hohen Rates ein.
Sie sagten: Was sollen wir tun?
Dieser Mensch tut viele Zeichen.
48


Wenn wir ihn gewähren lassen,
   werden alle an ihn glauben.
Dann werden die Römer kommen
   und uns die heilige Stätte und das Volk nehmen.
49
Einer von ihnen, Kájaphas, der Hohepriester jenes Jahres,
   sagte zu ihnen: Ihr versteht überhaupt nichts.
50

Ihr bedenkt nicht, dass es besser für euch ist,
   wenn ein einziger Mensch für das Volk stirbt,
   als wenn das ganze Volk zugrunde geht.

51


Das sagte er nicht aus sich selbst;
sondern weil er der Hohepriester jenes Jahres war,
   sagte er aus prophetischer Eingebung,
   dass Jesus für das Volk sterben werde.
52
Aber er sollte nicht nur für das Volk sterben,
   sondern auch, um die versprengten Kinder Gottes wieder zu sammeln.
53 Von diesem Tag an waren sie entschlossen, ihn zu töten.

54



Jesus bewegte sich von nun an
   nicht mehr öffentlich unter den Juden,
sondern zog sich von dort in die Gegend nahe der Wüste zurück,
   an einen Ort namens Éfraim.
Dort blieb er mit seinen Jüngern.

55


Das Paschafest der Juden war nahe
und viele zogen schon vor dem Paschafest
   aus dem ganzen Land nach Jerusalem hinauf,
   um sich zu heiligen.
56



Sie fragten nach Jesus
und sagten zueinander,
   während sie im Tempel zusammenstanden:
   Was meint ihr?
   Er wird wohl kaum zum Fest kommen.
57

Die Hohenpriester und die Pharisäer
   hatten nämlich, um ihn festnehmen zu können, angeordnet:
   Wenn jemand weiß, wo er sich aufhält, soll er es melden.


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net