Dienstag, 4. Dezember 2018

1. Woche im Advent

Stundenbuch: 1. Woche Bd. Adv. und Weihnachtszeit

49. Kalenderwoche

Lesung (Jes 11,1-10)

Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm


1
An jenem Tag
   wächst aus dem Baumstumpf Ísais ein Reis hervor,
ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht.
2


Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm:
der Geist der Weisheit und der Einsicht,
der Geist des Rates und der Stärke,
der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht.
3

Er erfüllt ihn mit dem Geist der Gottesfurcht.

Er richtet nicht nach dem Augenschein
und nicht nur nach dem Hörensagen entscheidet er,
4


sondern er richtet die Hilflosen gerecht
und entscheidet für die Armen des Landes, wie es recht ist.
Er schlägt den Gewalttätigen mit dem Stock seines Wortes
und tötet den Schuldigen mit dem Hauch seines Mundes.
5
Gerechtigkeit ist der Gürtel um seine Hüften,
   Treue der Gürtel um seinen Leib.
6


Dann wohnt der Wolf beim Lamm,
   der Panther liegt beim Böcklein.
Kalb und Löwe weiden zusammen,
   ein kleiner Knabe kann sie hüten.
7

Kuh und Bärin freunden sich an,
   ihre Jungen liegen beieinander.
Der Löwe frisst Stroh wie das Rind.
8
Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter,
das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange.
9



Man tut nichts Böses mehr
und begeht kein Verbrechen
   auf meinem ganzen heiligen Berg;
denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn,
   so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist.

10


An jenem Tag wird es der Spross aus der Wurzel Ísais sein,
   der dasteht als Zeichen für die Nationen;
die Völker suchen ihn auf;
sein Wohnsitz ist prächtig.


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Antwortpsalm (Ps 72 (71),1-2.7-8.12-13.17 (R: vgl. 7))

Kv In den Tagen des Herrn sollen Gerechtigkeit blühen
und Fülle des Friedens. - Kv

1
Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König, *
dem Königssohn gib dein gerechtes Walten.
2
Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit *
und deine Elenden durch rechtes Urteil. - (Kv)

7
In seinen Tagen sprosse der Gerechte *
und Fülle des Friedens, bis der Mond nicht mehr da ist.
8
Er herrsche von Meer zu Meer, *
vom Strom bis an die Enden der Erde. - (Kv)

12
Ja, er befreie den Armen, der um Hilfe schreit, *
den Elenden und den, der keinen Helfer hat.
13
Er habe Mitleid mit dem Geringen und Armen, *
er rette das Leben der Armen. - (Kv)

17


Sein Name soll ewig bestehen, *
solange die Sonne bleibt, sprosse sein Name.
Mit ihm wird man sich segnen, *
ihn werden seligpreisen alle Völker. - Kv


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Evangelium (Lk 10,21-24)

Vom Heiligen Geist erfüllt, sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, weil du all das den Unmündigen offenbart hast

21




In jener Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt,
   voll Freude aus:
Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde,
weil du all das den Weisen und Klugen verborgen,
   den Unmündigen aber offenbart hast.
Ja, Vater, so hat es dir gefallen.

22




Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden;
niemand weiß, wer der Sohn ist,
   nur der Vater,
und niemand weiß, wer der Vater ist,
   nur der Sohn
   und der, dem es der Sohn offenbaren will.

23

Jesus wandte sich an die Jünger
und sagte zu ihnen allein:
   Selig sind die, deren Augen sehen, was ihr seht.

24



Ich sage euch:
   Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht,
   und haben es nicht gesehen
und wollten hören, was ihr hört,
   und haben es nicht gehört.


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net