Montag, 27. Juli 2020

17. Woche im Jahreskreis

Stundenbuch: 1. Woche Bd. Im Jahreskreis

31. Kalenderwoche

Lesung (Jer 13,1-11)

Dieses böse Volk soll wie dieser Gürtel werden, der zu nichts mehr zu gebrauchen ist

1


So hat der Herr zu mir gesagt:
Geh, kauf dir einen leinenen Gürtel,
   und leg ihn dir um die Hüften,
   aber tauch ihn nicht ins Wasser!
2
Da kaufte ich, wie der Herr mir aufgetragen hatte, den Gürtel
   und legte ihn mir um die Hüften.

3
Nun erging das Wort des Herrn zum zweiten Mal an mich;
er sagte:
4

Nimm den gekauften Gürtel, den du um die Hüften trägst,
   mach dich auf den Weg an den Eufrat
   und verbirg ihn dort in einer Felsspalte!

5
Ich ging hin und verbarg ihn am Eufrat,
   wie mir der Herr befohlen hatte.

6


Nach längerer Zeit sprach der Herr zu mir:
   Mach dich auf den Weg an den Eufrat
und hol den Gürtel zurück,
   den du dort auf meinen Befehl hin verborgen hast.
7



Da ging ich zum Eufrat,
   suchte den Gürtel
   und holte ihn von der Stelle, wo ich ihn verborgen hatte.
Doch der Gürtel war verdorben,
zu nichts mehr zu gebrauchen.

8 Nun erging das Wort des Herrn an mich:
9

So spricht der Herr:
Ebenso verderbe ich die stolze Pracht Judas und Jerusalems,
   wie groß sie auch sei.
10




Dieses böse Volk weigert sich, auf meine Worte zu hören,
es folgt dem Trieb seines Herzens
und läuft anderen Göttern nach,
   um ihnen zu dienen und sie anzubeten;
es soll daher wie dieser Gürtel werden,
   der zu nichts mehr zu gebrauchen ist.

11




Denn wie sich der Gürtel den Hüften des Mannes anschmiegt,
   so wollte ich, dass sich das ganze Haus Juda mir anschmiegte
   - Spruch des Herrn -,
   damit es mein Volk und mein Ruhm,
   mein Preis und mein Schmuck wäre.
Sie aber haben nicht gehorcht.


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Antwortpsalm (Dtn 32,18-19.20.21 (R: vgl. 18a))

R Sie haben Gott, ihren Vater, vergessen. - R

18
An den Fels, der dich gezeugt hat, dachtest du nicht mehr, *
du vergaßest den Gott, der dich geboren hat.
19
Da sah der Herr, dass er geschmäht wurde von seinen Söhnen und Töchtern, *
die seinen Zorn erregten. - (R)

20


Und er sagte: Ich will mein Gesicht vor ihnen verbergen *
und dann sehen, was in Zukunft mit ihnen geschieht.
Denn sie sind eine Generation des Aufruhrs, *
Söhne, in denen die Untreue sitzt. - (R)

21


Sie haben meine Eifersucht geweckt durch einen Gott, der kein Gott ist, *
mich zum Zorn gereizt durch ihre Götter aus Luft -
so wecke ich ihre Eifersucht durch ein Volk, das kein Volk ist, *
durch ein dummes Volk reize ich sie zum Zorn. - R


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Evangelium (Mt 13,31-35)

Das Senfkorn wird zu einem Baum, so dass die Vögel des Himmels in seinen Zweigen nisten


31

In jener Zeit
   erzählte Jesus der Menge ein weiteres Gleichnis
und sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn,
   das ein Mann auf seinen Acker säte.
32




Es ist das kleinste von allen Samenkörnern;
sobald es aber hochgewachsen ist,
   ist es größer als die anderen Gewächse
und wird zu einem Baum,
   sodass die Vögel des Himmels kommen
   und in seinen Zweigen nisten.

33


Und er erzählte ihnen noch ein Gleichnis:
Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig,
   den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte,
   bis das Ganze durchsäuert war.

34
Dies alles sagte Jesus der Menschenmenge durch Gleichnisse;
er redete nur in Gleichnissen zu ihnen.
35


Damit sollte sich erfüllen,
   was durch den Propheten gesagt worden ist:

Ich öffne meinen Mund und rede in Gleichnissen,
ich verkünde, was seit der Schöpfung verborgen war.


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net