Mittwoch, 22. September 2021

25. Woche im Jahreskreis

Stundenbuch: 1. Woche Bd. Im Jahreskreis

38. Kalenderwoche

Lesung (Esra 9,5-9)

Auch in unserer Knechtschaft hat unser Gott uns nicht verlassen

5




Zur Zeit des Abendopfers
   erhob ich mich aus meiner Bußübung,
   mit zerrissenem Gewand und Mantel.
Dann warf ich mich auf die Knie,
breitete die Hände aus
und betete zum Herrn, meinem Gott:

6


Mein Gott, ich schäme mich
und wage nicht, die Augen zu dir, mein Gott, zu erheben.
Denn unsere Vergehen sind uns über den Kopf gewachsen;
unsere Schuld reicht bis zum Himmel.

7






Seit den Tagen unserer Väter bis heute
   sind wir in großer Schuld.
Wegen unserer Vergehen
   wurden wir, unsere Könige und Priester,
   den Königen der Länder ausgeliefert,
dem Schwert, der Gefangenschaft,
   der Plünderung und der Schande,
   wie es noch heute der Fall ist.

8




Jetzt, für einen kurzen Augenblick,
   hat der Herr, unser Gott, uns Erbarmen gezeigt;
er hat einen Rest gerettet und übrig gelassen
   und uns einen Ruheplatz an seinem heiligen Ort gewährt.
So ließ unser Gott unsere Augen aufleuchten,
er ließ uns ein wenig aufleben in unserer Knechtschaft.

9






Ja, wir sind Knechte.
Aber auch in unserer Knechtschaft
   hat unser Gott uns nicht verlassen.
Er wandte uns die Gunst der Könige von Persien zu.
Er ließ uns aufleben,
   sodass wir das Haus unseres Gottes wieder aufbauen
   und es aus den Trümmern wieder aufrichten konnten.
Er gewährte uns ein geschütztes Gebiet in Juda und Jerusalem.

Antwortpsalm (Tob 13,2.3-4.5.8 (R: 2a))

R Gepriesen sei Gott, der in Ewigkeit lebt. - R

2




Gepriesen sei Gott, der in Ewigkeit lebt, +
sein Königtum sei gepriesen. *
Er züchtigt und hat auch wieder Erbarmen;

er führt hinab in die Unterwelt +
und führt auch wieder zum Leben. *
Niemand kann seiner Macht entfliehen. - (R)

3
Bekennt euch zu ihm vor allen Völkern, ihr Kinder Israels; *
denn er selbst hat uns unter die Völker zerstreut.

4

Verkündet dort seine erhabene Größe, +
preist ihn laut vor allem, was lebt. *
Denn er ist unser Herr und Gott, er ist unser Vater in alle Ewigkeit. - (R)

5


Er züchtigt uns wegen unserer Sünden, *
doch hat er auch wieder Erbarmen.

Er führt uns aus allen Völkern zusammen, *
von überall her, wohin ihr verschleppt worden seid. - (R)

8



Ich bekenne mich zum Herrn im Land der Verbannung, *
ich bezeuge den Sündern seine Macht und erhabene Größe.

Kehrt um, ihr Sünder, +
tut, was recht ist in seinen Augen. *
Vielleicht ist er gnädig und hat mit euch Erbarmen. - R

Evangelium (Lk 9,1-6)

Er sandte sie aus mit dem Auftrag, das Reich Gottes zu verkünden und zu heilen


1


In jener Zeit
   rief Jesus die Zwölf zu sich
und gab ihnen die Kraft und die Vollmacht,
   alle Dämonen auszutreiben
   und die Kranken gesund zu machen.
2

Und er sandte sie aus
   mit dem Auftrag, das Reich Gottes zu verkünden
   und zu heilen.

3


Er sagte zu ihnen:
   Nehmt nichts mit auf den Weg,
keinen Wanderstab und keine Vorratstasche,
kein Brot, kein Geld und kein zweites Hemd.

4
Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt,
   bis ihr den Ort wieder verlasst.
5

Wenn euch aber die Leute in einer Stadt nicht aufnehmen wollen,
   dann geht weg und schüttelt den Staub von euren Füßen,
zum Zeugnis gegen sie.

6


Die Zwölf machten sich auf den Weg
   und wanderten von Dorf zu Dorf.
Sie verkündeten das Evangelium
   und heilten überall die Kranken.