Sonntag, 12. Juli 2020

15. SONNTAG IM JAHRESKREIS

Stundenbuch: 3. Woche Bd. Im Jahreskreis

29. Kalenderwoche

Erste Lesung (Jes 55,10-11)

Wie der Regen die Erde zum Keimen und Sprossen bringt, so bewirkt mein Wort, was ich will


10



So spricht der Herr:
Wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt
   und nicht dorthin zurückkehrt,
   ohne die Erde zu tränken
   und sie zum Keimen und Sprossen zu bringen,
dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen,
11


so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt:
Es kehrt nicht leer zu mir zurück,
   ohne zu bewirken, was ich will,
und das zu erreichen, wozu ich es ausgesandt habe.


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Antwortpsalm (Ps 65 (64),10.11-12.13-14 (R: vgl. Lk 8,8))

Kv Dein Wort, o Herr, fiel auf guten Boden
und brachte reiche Frucht. - Kv

10



Du hast für das Land gesorgt, es getränkt, *
es überschüttet mit Reichtum.
Der Bach Gottes ist voller Wasser, /
gedeihen lässt du ihnen das Korn, *
so lässt du das Land gedeihen. - (Kv)

11
Du hast seine Furchen getränkt, seine Schollen geebnet, *
du machst es weich durch Regen, segnest seine Gewächse.
12
Du hast das Jahr mit deiner Güte gekrönt, *
von Fett triefen deine Spuren. - (Kv)

13
In der Steppe prangen Auen, *
es gürten sich die Höhen mit Jubel.
14

Die Weiden bekleiden sich mit Herden, /
es hüllen sich die Täler in Korn. *
Sie jauchzen, ja, sie singen. - Kv


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Zweite Lesung (Röm 8,18-23)

Die Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes


18


Schwestern und Brüder!
Ich bin überzeugt,
   dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten
   im Vergleich zu der Herrlichkeit,
   die an uns offenbar werden soll.
19
Denn die Schöpfung
   wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes.

20


Gewiss, die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen,
nicht aus eigenem Willen,
   sondern durch den, der sie unterworfen hat,
   auf Hoffnung hin:
21

Denn auch sie, die Schöpfung,
   soll von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werden
   zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.

22

Denn wir wissen,
   dass die gesamte Schöpfung
   bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt.
23




Aber nicht nur das, sondern auch wir,
   obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben,
   auch wir seufzen in unserem Herzen
und warten darauf,
   dass wir mit der Erlösung unseres Leibes
   als Söhne offenbar werden.


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Evangelium (Mt 13,1-23)

Ein Sämann ging hinaus, um zu säen

1
An jenem Tag verließ Jesus das Haus
   und setzte sich an das Ufer des Sees.
2

Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn.
Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich.
Und alle Menschen standen am Ufer.
3
Und er sprach lange zu ihnen in Gleichnissen.

Er sagte: Siehe, ein Sämann ging hinaus, um zu säen.
4

Als er säte,
   fiel ein Teil auf den Weg
und die Vögel kamen und fraßen es.

5


Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden,
   wo es nur wenig Erde gab,
und ging sofort auf,
   weil das Erdreich nicht tief war;
6

als aber die Sonne hochstieg,
   wurde die Saat versengt
und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte.

7
Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen
und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat.

8

Ein anderer Teil aber fiel auf guten Boden
   und brachte Frucht,
teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach.

9 Wer Ohren hat, der höre!

10
Da traten die Jünger zu ihm
und sagten: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen?

11


Er antwortete ihnen:
   Euch ist es gegeben,
   die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen;
ihnen aber ist es nicht gegeben.
12



Denn wer hat,
   dem wird gegeben
und er wird im Überfluss haben;
wer aber nicht hat,
   dem wird auch noch weggenommen, was er hat.
13

Deshalb rede ich zu ihnen in Gleichnissen,
weil sie sehen und doch nicht sehen
und hören und doch nicht hören und nicht verstehen.

14



An ihnen erfüllt sich das Prophetenwort Jesájas:

Hören sollt ihr,
hören und doch nicht verstehen;
sehen sollt ihr,
sehen und doch nicht einsehen.
15







Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden.
Mit ihren Ohren hören sie schwer
und ihre Augen verschließen sie,
   damit sie mit ihren Augen nicht sehen
   und mit ihren Ohren nicht hören
und mit ihrem Herzen
   nicht zur Einsicht kommen
   und sich bekehren
   und ich sie heile.

16

Eure Augen aber sind selig,
weil sie sehen,
   und eure Ohren, weil sie hören.
17




Denn, amen, ich sage euch:
Viele Propheten und Gerechte haben sich danach gesehnt
   zu sehen, was ihr seht,
und haben es nicht gesehen,
und zu hören, was ihr hört,
und haben es nicht gehört.

18 Ihr also, hört, was das Gleichnis vom Sämann bedeutet.
19



Zu jedem Menschen, der das Wort vom Reich hört
   und es nicht versteht,
   kommt der Böse
und nimmt weg, was diesem Menschen ins Herz gesät wurde;
bei diesem ist der Samen auf den Weg gefallen.

20
Auf felsigen Boden ist der Samen bei dem gefallen,
   der das Wort hört und sofort freudig aufnimmt;
21

er hat aber keine Wurzeln, sondern ist unbeständig;
sobald er um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt wird,
   kommt er sofort zu Fall.

22



In die Dornen ist der Samen bei dem gefallen,
   der das Wort hört,
   und die Sorgen dieser Welt
   und der trügerische Reichtum ersticken es
und es bleibt ohne Frucht.

23


Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät,
   der das Wort hört und es auch versteht;
er bringt Frucht -
hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach.


Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net