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Donnerstag, 13. September 2018

23. Woche im Jahreskreis

Stundenbuch: 3. Woche Bd. Im Jahreskreis

37. Kalenderwoche

Lesung (1 Kor 8,1b-7.11-13)

Wenn ihr das schwache Gewissen eurer Brüder verletzt, versündigt ihr euch gegen Christus


1b
Brüder!
Die Erkenntnis macht aufgeblasen,
   die Liebe dagegen baut auf.
2
Wenn einer meint, er sei zur Erkenntnis gelangt,
   hat er noch nicht so erkannt, wie man erkennen muss.
3
Wer aber Gott liebt,
   der ist von ihm erkannt.

4

Was nun das Essen von Götzenopferfleisch angeht,
   so wissen wir, dass es keine Götzen gibt in der Welt
   und keinen Gott außer dem einen.

5

Und selbst wenn es im Himmel oder auf der Erde
   sogenannte Götter gibt
   - und solche Götter und Herren gibt es viele -,
6




so haben doch wir nur einen Gott, den Vater.
Von ihm stammt alles
   und wir leben auf ihn hin.
Und einer ist der Herr: Jesus Christus.
Durch ihn ist alles,
   und wir sind durch ihn.

7


Aber nicht alle haben die Erkenntnis.
Einige, die von ihren Götzen nicht loskommen,
   essen das Fleisch noch als Götzenopferfleisch
   und so wird ihr schwaches Gewissen befleckt.

11
Der Schwache geht an deiner «Erkenntnis» zugrunde,
er, dein Bruder, für den Christus gestorben ist.
12

Wenn ihr euch auf diese Weise gegen eure Brüder versündigt
   und ihr schwaches Gewissen verletzt,
   versündigt ihr euch gegen Christus.

13

Wenn darum eine Speise meinem Bruder zum Anstoß wird,
   will ich überhaupt kein Fleisch mehr essen,
   um meinem Bruder keinen Anstoß zu geben.

Antwortpsalm (Ps 139,1-3.13-14.23-24)

R Leite mich, o Herr, auf dem bewährten Weg. - R

1 Herr, du hast mich erforscht und du kennst mich. +
2
Ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir. *
Von fern erkennst du meine Gedanken.

3
Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt; *
du bist vertraut mit all meinen Wegen. - (R)

13
Denn du hast mein Inneres geschaffen, *
mich gewoben im Schoß meiner Mutter.

14
Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast. *
Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke. - (R)

23
Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz, *
prüfe mich und erkenne mein Denken!

24
Sieh her, ob ich auf dem Weg bin, der dich kränkt, *
und leite mich auf dem altbewährten Weg! - R

Evangelium (Lk 6,27-38)

Seid barmherzig, wie es euer Vater ist


27

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Euch, die ihr mir zuhört, sage ich:
Liebt eure Feinde;
tut denen Gutes, die euch hassen.
28
Segnet die, die euch verfluchen;
betet für die, die euch misshandeln.

29


Dem, der dich auf die eine Wange schlägt,
   halt auch die andere hin,
und dem, der dir den Mantel wegnimmt,
   lass auch das Hemd.
30

Gib jedem, der dich bittet;
und wenn dir jemand etwas wegnimmt,
   verlang es nicht zurück.

31
Was ihr von anderen erwartet,
   das tut ebenso auch ihnen.

32

Wenn ihr nur die liebt, die euch lieben,
   welchen Dank erwartet ihr dafür?
Auch die Sünder lieben die, von denen sie geliebt werden.

33

Und wenn ihr nur denen Gutes tut, die euch Gutes tun,
   welchen Dank erwartet ihr dafür?
Das tun auch die Sünder.

34



Und wenn ihr nur denen etwas leiht,
   von denen ihr es zurückzubekommen hofft,
   welchen Dank erwartet ihr dafür?
Auch die Sünder leihen Sündern
   in der Hoffnung, alles zurückzubekommen.

35




Ihr aber sollt eure Feinde lieben
und sollt Gutes tun und leihen,
   auch wo ihr nichts dafür erhoffen könnt.
Dann wird euer Lohn groß sein
und ihr werdet Söhne des Höchsten sein;
denn auch er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.

36
Seid barmherzig,
   wie es auch euer Vater ist!

37




Richtet nicht,
   dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden.
Verurteilt nicht,
   dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden.
Erlasst einander die Schuld,
   dann wird auch euch die Schuld erlassen werden.

38




Gebt,
   dann wird auch euch gegeben werden.
In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß
   wird man euch beschenken;
denn nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt,
   wird auch euch zugeteilt werden.